Workshop Helgoland
Island in the North Sea
Prof. Klaus Schäfer, Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen, Hochschule Bremen, 28.2.2008

Helgoland ist als Ansiedlung, in Folge der völligen Zerstörung aller Gebäude auf der Insel während und nach dem 2. Weltkriege, einer Idealkomposition gemäß am Anfang der 1950er-Jahre neu entstanden. Die Pläne simulierten, mit versetzten engen Räumen in der Stellung der Gebäude und dem Spiel einer eigens entwickelten Farbpalette, den Reiz einer sukzessiven Entstehung. Kleine Häuser gebunden an den sozialen Wohnungsbau unterstrichen den ‚improvisierten’ leichten Charakter. Heute sehen sich viele Bewohner der Siedlung mit den unvereinbaren Festlegungen des Denkmalschutzes hinsichtlich ihrer Veränderungswünsche konfrontiert. Das Planungsamt der Insel hat beiderlei Interessen zu wahren und hat in folge seines Dilemmas einen Workshop mit Hochschulen initiiert, um über die Diskussion unterschiedlicher Beiträge die ‚Parteien’ zusammen zuführen.
Wir sind diese Aufgabe in sehr unterschiedlichen Maßstäben angegangen. Angefangen bei dem Selbstverständnis der gesamten Insel und seiner baulichen Interpretation (z.B. als Kurort) bis hin zur Organisation der vorhanden Stadträume, oder einer Suche nach den Potentialen für eine Erweiterung der Siedlungsflächen.

Stadtinsel
– Noah Thieben, Mathias Zielinski

Eine Transformation und Hierarchisierung des öffentlichen Raumes ist die Strategie des in Etappen gedachten Ansatzes. Aus der Einteilung der vorhandene halböffentlichen Räume in Privat und Öffentlich ergeben sich potenziale für ein zusätzliche Verdichtung.

Neuer Stadtteil auf dem Vorderland – Katrin Biese Biese, Ljudmilla Ott

Die einseitigen Nutzungsmöglichkeiten in der Ober- und Unterstadt sollen durch einen neuen Stadtteil ergänzt werden. Die Brachen am Vorhafen werden für eine städtischen Setzung mit neuem Wohnungsbau (Geschosswohnungsbau, Appartements für Segler), Geschäfte und Hotels genutzt. Der Anleger eines Jachthafens ist dem zugeordnet.

Kurgarten und Museum für Meeresbiologie – Orhan Cilingir, Jan Geisen
Der Anspruch eines Kurortes hat z.Zt. auf der Insel nur eine funktionale Entsprechung. Ein Esprit des Kurortes Helgoland soll sich in Zukunft durch eine Raumkomposition für Kur- und Badehaus, Pavillons kultureller Nutzung (Bibliothek, Tanz, Freilichtbühne, Kino) in einer Parkanlage auf dem Schwemmland auszeichnen. Ein neues Museum für Meeresbiologie als ‚Treppe’ zwischen dem Ober- und Unterland setzt hierfür einen baulichen Auftakt.

 

 

 

Modellbau: Biese, Cilingir, Geisen, Ott