Entwurf - Antwerpen, Het Eilandje: Mexicoeiland/Kempeneiland
Het Eilandje - Ein neuer Stadtteil im alten Hafen
Prof. Klaus Schäfer, Lehrstuhl für Städtebau, Hochschule Bremen, Februar 2015

MAS (Museum aan de Stroom) von Neutelings Riedijk Architects, Bildquelle: AG VESPA

In cooperation with the Universiteit Antwerpen (Prof. Dirk Janssen) and the AG VESPA (Autonoom gemeentebedrijf voor vastgoed en stadsprojecten in Antwerpen) we developed in the Master Program of the School of Architecture Bremen during the winter semester 2014/2015 the presented projects towards an urban expansion of Antwerp.
In this presentation we show our work during the winter semester as a prosecution of our workshop in Antwerp in autumn 2014 at the Universiteit Antwerp. In mixed teams we started with ideal settings formed to conceptual drafts which were discussed with the involved partners. We would be very pleased if our work could be a contribution to the debate of the ongoing planning process in Antwerp.
“Het Eilandje” is one of most noticed contemporary conversion areas of a former harbor drawing international attention. The planning of first part (Fase1 known for the MAS) straight to the city is so far completed. An existing master plan for the subsequent area Mexicoeiland/Kempeneiland (Fase 2) is still open to variations in its details or direction. Part of a refined culture of planning known as “Slow urbanism” in Antwerp is to modify long-term developments potentially or to review their objectives.
Like the „Überseestadt Bremen“ (‘overseas city’ - former harbor from 19th century) Antwerp has an harbor area next to the inner city that is nowadays under the need as main address of conversion from industries to urban quarters. In addition Antwerp compares to Bremen concerning the number of inhabitants, climatic impacts, the contrast of small-scale and large-scale typologies situated to a big river. Both cities are looking back to a turbulent development with medieval roots their long trading history semblance modifications but also wartime destruction and nevertheless a still remaining strong urban setting and character as a model of a port.

Bildquelle: AG VESPA

In Zusammenarbeit mit der Universiteit Antwerpen, Prof. Dirk Janssen und der Stadtentwicklungsgesellschaft AG VESPA wurden im Wintersemester 2014/2015 im Masterstudiengang der School of Architecture Bremen städtebauliche Konzepte für eine Stadterweiterung in Antwerpen erarbeitet.
Wir zeigen in unsere Präsentation konzeptionell ausgerichtete städtebauliche Entwürfe für die Entwicklungsphase 2, deren Ansätze wir im Herbst 2014 an der Universiteit Antwerpen in gemischten Teams in einem Workshop entwickelt und mit allen Beteiligten diskutiert haben. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Arbeiten einen Beitrag zur städtebaulichen Debatte um die Fortsetzung der Planungen in Antwerpen leisten könnten.
Das Hafengebiet „Het Eilandje“ gehört derzeit zu den vielbeachteten industriellen Konversionsflächen, denen eine große internationale Aufmerksamkeit zukommt. Während der unmittelbar zur City benachbarte Teil (Fase 1, bekannt durch das Museum aan de Stroom, MAS) in seiner Planung bereits abgeschlossen ist, gibt es für die anschließenden Flächen Mexicoeiland/Kempeneiland (Fase 2) erste Überlegungen innerhalb eines Masterplans. Zur Planungskultur des „Slow Urbanism“ gehört es in Antwerpen längerfristige Planungen möglicherweise zu modifizieren oder Zielvorstellungen noch einmal zu überprüfen.
Wie die Überseestadt Bremen verfügt auch Antwerpen über eine ehemalige innerstädtische Hafenlage, die sich heute als ein zentrales Potential der zukünftigen Stadtentwicklung erweisen muss. Darüber hinaus ist Antwerpen von der Bevölkerungszahl, den klimatischen Verhältnissen, seiner Lage zum Fluss und der unmittelbaren stadtstrukturellen Nachbarschaft typisch sehr kleiner und im Kontrast großer Maßstäbe mit Bremen vergleichbar. Dass diese Städte in ihren mittelalterlichen Wurzeln, auf eine lange Handelstradition mit bewegter Geschichte zurückblicken mit Ähnlichkeiten, Abwandlungen aber auch Kriegszerstörung und nicht zuletzt ihre stark konturierte Stadtgestalt, gibt beiden auch heute noch das Erscheinungsbild einer idealtypischen Hafenstadt.

Collage der Workshopergebnisse


Teilnehmer des Workshops an der Universiteit Antwerpen und Gastkritiker