Entwurf: Bremen – Galopprennbahn
Galopprennbahn Bremen – Ein Stadtteil von morgen
Prof. Klaus Schäfer, Lehrstuhl für Städtebau, Hochschule Bremen, 22. Februar 2017

Schwarzplan mit markiertem Projektareal, Stadtkern von Bremen mit dem markanten Verlauf der Wallanlagen und der Weser im Westen

Die Renaissance des Städtischen führt mittlerweile zu einem kollektiven Ringen um die innerstädtischen Lagen. Das rare Gut der Stadt der kurzen Wege wird zum Ideal der Nachhaltigkeit: Das Sinnbild einer gleichermaßen am Ökologischen, Gesellschaftlichen und Ökonomischen ausgerichteten Erneuerung. Der sogenannten „Altstadt“ sind ebenso gute neue Quartiere gegenüber zu stellen. Die hierzu strategisch richtigen Orte können nur im Weichbild der Großstadt liegen, einer ohnehin verbrauchten Landschaft im suburbanen Raum. Hier geht es darum, vorhandene lokale Qualitäten zu bündeln und dem Ganzen einen tieferen Sinn zu geben: Einen Ort für einen neuen Anfang!

Mit der Galopprennbahn in Bremen steht nach der Überseestadt eines der größten Stadtentwicklungsgebiete in Bremen mit 45 Hektar zu Disposition. Die vorhandene Nutzung soll schon bald aufgegeben werden. Gerade mit der Nachbarschaft zur Neuen Vahr und den Mercedes-Benz-Werken stellt sich hier die Aufgabe nach einer zeitgemäßen Stadtentwicklung in gut fünf Kilometer Entfernung zur Bremer Innenstadt.
Strategien für eine wieder nutzungsgemischte Stadt, der unterschiedlichsten sozialen Gruppen, eine Stadt für Kleinstökonomie und eine „Arrival City“ möchten wir zur Diskussion stellen. Perspektivisch wollen wir Migration als Impuls der Selbstständigkeit verstehen, die Parzelle als Träger von Identität und Anpassungsfähigkeit, zugleich einem klaren und thematisch eigenständigen öffentlichen Raum städtebaulich zu einer Setzung verhelfen.

"The Renaissance of the City” now leads to a collective struggle for inner city locations. The valued quality of a city of short journeys is the epitomy of sustainability.
The so called "old city centre," the symbol of commensurate ecological, social and economic renewal, is used to judge new urban neighbourhoods. The strategically correct place for urban renewal; the Zwischenstadt, lies in the shadow of the big cities, an already exhausted domain. The aim here is to focus the existing local qualities and to give them a deeper significance: a place for new beginnings!

With the “Galopprennbahn Bremen” (horse racing track) one of largest urban development areas in Bremen is under task. The present use will be abandoned soon.
Even with the neighbourhood to Neue Vahr* and the factory of Mercedes-Benz the challenge of a contemporary urban development is given in about five kilometres distance to the inner city.
Strategies for a mixed-use city with different social groups, a city with little-scale economics and an “Arrival City” should be demonstrated here to be discussed. Perspectival we take migration as initial of independency, a plot as field of private activity for identity and adaptiveness, in contrast to a well-defined and autonomous public space as onset of a new setting.

*Neue Vahr = one of the largest housing estate from the early 1960ies in Germany projected as satellite town from Ernst May, today with around 30,000 inhabitants.

Symposium - Aufbruch aus der Zwischenstadt (2. November 2016)
Aufgrund der besonderen Problemstellung durch die Lage und Größe des Geländes und einem damit verbundenen verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen der Stadt Bremen haben wir ein internationales Symposium am 2. November 2016 veranstaltet. Dieser Ort war für uns Anlass nach den derzeit angemessenen Themen und Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung im suburbanen Raum zu fragen.
Die Referenten und Diskutanten waren neben dem eingeladenen Fachpublikum: Andreas Feldtkeller (Tübingen, Französisches Viertel), Susanne Hauser (Ort und Identität), Iris Reuther (Senatsbaudirektorin Bremen), Doug Saunders (Arrival City), Klaus Schäfer (Moderation) und Julian Schubert (Making Heimat - Häuser als Chance).
Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Forschungscluster-Förderung durch die Hochschule Bremen finanziert.

Symposium – Restructuring the Zwischenstadt (November 2nd 2016)
For reason of the very specific problems because of sight and its dimension the inherent responsible treatment with the resources of the city of Bremen we have organized an international symposium at November 2nd 2016. Taking this area as occasion we asked for presently reasonable subjects and chances for a sustainable development of the city suburban vicinity.
As lecturer and debater, we invited beneath an audience of specialists: Andreas Feldtkeller (The Tubingen Modell), Susanne Hauser (Place and identity), Iris Reuther (Director of Town Planning Bremen), Doug Sanders (Arrival City), Klaus Schäfer (chair) and Julian Schubert (Making Heimat).
The event was funded by the research cluster of the Hochschule Bremen.

Workshop mit der Universiteit Antwerpen (31.10. – 4.11. 2016)
In der Woche des Symposiums haben wir zusammen mit der Universiteit Antwerpen einen Workshop in der Hochschule Bremen organisiert. Koen Van Bockstal, Dirk Janssen und Klaus Schäfer haben mit den Master-Studenten beider Hochschulen erste Konzepte zu Projektentwürfen hergestellt und zusammen mit Vertretern der Stadtplanungsabteilung (SUBV) diskutiert.


Workshop with Universiteit Antwerpen (10.31.-11.4.2016)
During the week of the symposium we have organized together with the Universiteit Antwerp a common workshop at the Hochschule Bremen. Koen Van Bockstal, Dirk Janssen and Klaus Schäfer have developed with master-students of both schools first concepts to the later projects of their own.

Teilnehmer des Workshops / participants:
Simone Banziger, Caroline Böhm, Brent Coenen, Maria Eugenia, Sascha Diestel, Julia Fluegger, Leon Gehse, Cagla Gökalp, Aylin Günes, Anna Hägele, Amila Haq, Anastasia Kamenski, Julian Klein, Jan-Henning Laaser, Lisa Luksch, Lena Niemeyer, Theresa Obermayer, Gevorg Ovsepian, Nicolas Padinha, Christina Paul, Theresa Purk, Nicolas Raemdonck, Stephan Rump, Faisal Safaruddin, Hannah Schels, Lisa Strandl, Jeff Van Camp, Ann Van Den Plas, Ellen Van Mechelen, Tim Verlinden, Quincy Vinckier, Bjarne Voigt, Julia Weber, Robbe Wens, Dennis Witte und Raphael Zünd.

Als Gastkritiker / guest critics:
Torsten Kaal und Roland Risch beim Senator für Bauen, Umwelt und Verkehr Bremen (SUBV)