Entwurf: Überseestadt Bremen Revisited
Hafenrevier
Cornelius Loerchner, Irmantas Venys, Februar 2014

 

Eckdaten
Bauland:          240 ha (ohne Wasserflächen)
Baufelder:          82 ha
BGF:                222 ha
Nutzungseinheiten:     18.000
Nutzer:                     54.000


Überseestadt
Aus den Flächen des ehemaligen Handelshafen – Bremen, ist ein neuer Ortsteil entstanden - die Überseestadt Bremen. Sie wurde 2009 unter ihrem neuem Namen in den Stadtteil Walle eingegliedert und sollte so zu einem modernen und attraktiven Standort für Bremen werden. Der Masterplan für die, bisher noch nicht bebauten Flächen, wurde 2003 verabschiedet. 10 Jahre später wird nun die vorgesehene Bebauung in Frage gestellt und die Umnutzung des Bestandes neu überdacht. Grundlegend für diesen Entwurf war die Antwort auf die Frage, welche Rolle die Überseestadt in den kommenden Jahren in Bremen einnehmen soll? 
Aus einem Standortvergleich, mit zwei ebenfalls beliebten Aufenthaltsorten an der Weser, ist ein Stadtspaziergang durch Bremen entstanden. Die untere Landzunge der Überseestadt wird als Weiterführung der Weserpromenade (Osterdeich und Schlachte) gesehen und wird zum Erlebnisraum „Hafenrevier“. Besonders wichtig für dieses Konzept ist, dass den Flair des Hafengebietes beibehalten wird. Bestandsgebäude, die dies unterstützen, werden in ihrer Form und Nutzungen erhalten. Gleichzeitig wird eine Bebauungsart gewählt, die den Flair des neuen Ortsteils stärkt. Die Blockrandbebauung soll eine hohe Dichte im gesamten Gebiet erzeugen und einzelnen Bereichen die Möglichkeit bieten, sich individuell zu entwickeln. Über das gesamte Areal wird ein Raster gelegt, das die unterschiedlichen Bebauungsarten der Bestandsgebäude zusammen hält. Gleichzeitig ergibt sich auf den unbebauten Flächen eine neue Baufelder Struktur.
Um das Gebiet besser zu erschließen, wird zusätzlich zur Buslinie 20, das alte Schienensystem durch einen neuen Abschnitt erweitert und von der Straßenbahnlinie 3 genutzt. Der Entwurf zeigt ebenfalls eine Lösung für die Umnutzung der Gebiete mit Potenzial: Die Fläche des Bremer Großmarktes, der Vollers GmbH und der Landzunge, unterhalb des Europahafens. Die Umnutzung dieser Flächen ist als Vorschlag für die Zukunft anzusehen.

 

 

Hafenrevier
Die Landzunge des Europahafens ist der Erlebnisraum „Hafenrevier“. Sie hat den Flair eines kleinen und charmanten Hafengebietes und bietet das größte Potenzial, zur Anlaufstelle der Überseestadt zu werden. Um den Stadtspaziergang durch das Revier fortzuführen, wird als erster Schritt das Gebiet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besucher werden, durch besonders auffallende Informationsboxen, über einen Pfad durch das Gebiet geführt. Dieser gibt 
ihnen die Chance, die ansässigen Firmen auf der Landzunge kennenzulernen und das Gebiet zu erkunden. Mit der Bebauung der Landzunge wird die Rasterstruktur des gesamten Areals fortgeführt. Die Umnutzung des Bestandes, sowie die Bebauung der unbebauten Flächen ist individuell auf jedes Firmengrundstück angepasst. Dadurch ist die Reihenfolge der „pop-up Bebauung“ beliebig und hängt von der Firmenstabilität ab.  In 15 - 20 Jahren, wenn jedes Grundstück umgenutzt sein sollte, werden die Informationsboxen weiterhin Teil des Stadtspaziergangs sein und auch in ihrer neuen Umgebung, an die ehemaligen Firmen der Landzunge erinnern.

 

Konzept

 

Rahmenplan i.M.: 1:2.500

 

Voneinander unabhängige städtebauliche Konzepte zu den vorhanden Betrieben

 

Vertiefung i.M.: 1:500

 

Modell i.M.: 1:1000 um die Stephanikirchenweide

 

Modell i.M.: 1:2.500