Hochschulseminar - Mythos grüne Stadt
EXPERIMENT - Bahnhofsvorplatz in Bremen
Julian Brinkmann, Andre Claussen, Niko Henke, Simon Keunecke, Rafiandy Latief, Juliane Lütkemeyer, David Müller, Stefan Nikolaev, Gabrielle Sousa Guerreiro, 22.2.2015

In diesem Experiment wollten wir die Meinung der Bevölkerung zur bevorstehenden Bebauung des Bahnhofsvorplatzes in Bremen überprüfen.
Dem Gespräch mit den Passanten versuchten wir trotz der neutralen Fragestellung durch kontroverse Plakate einen Anstoß zu geben.

 

Grundpfeiler unseres Experimentes war die Erstellung von Plakaten, die durch widersprüchliche Bild - Text Kombinationen zum Nachdenken anregen sollten.
Durch Fragebögen mit wenigen kurzen Fragen, wollten wir auch die eilig vorbei hastenden Passanten dazu bewegen uns eine grobe Meinung mitzuteilen.
Eine Website soll Diejenigen im Nachhinein ansprechen, die keine Zeit zum Ankreuzen hatten.
Die Webadresse wurde durch Flyer verbreitet.







Zunächst bauten wir einen kleinen Stand am Hauptbahnhof auf. Mit den Plakaten im Hintergrund, gingen wir auf die Passanten zu und ließen sie die Fragebögen ausfüllen. Mit den meisten Menschen kam man schnell ins Gespräch und so kamen teilweise sehr deutliche Meinungen zu Papier.


















Als Resümee unserer Umfrage ist sicherlich die allgemeine Stimmung hin zu mehr Grün zu nennen.
Eine Aussage, die man in vielen Gesprächen heraus hören konnte war, dass es in Bremen eigentlich nicht grün genug sein kann und auch wenn es eigentlich schon genug Parks gibt, könnten es doch noch mehr sein. Einige der Befragten waren uninformiert und es gab viele klischeehafte Antworten: „Bremen ist schon zubetoniert genug“ oder „Da wird ja der Blick auf die Stadt verbaut“.
Auch die Auswertung der Fragebögen ergab eine klare Meinung der Bevölkerung hin zu mehr Grünflächen und weniger Bebauung mitten in der Stadt.
Trotzdem gab es ebenfalls Passanten, die einer Bebauung des Vorplatzes positiv gegenüber standen und eine Notwendigkeit darin erkannten, den freien Platz zu nutzen. Cafés, ein Gebäude für die Bürger oder eine Mischung aus Grün- und Bauflächen waren Ideen, die genannt wurden.


Die Wenigsten der Befragten hatten sich bis dato wirklich Gedanken darüber gemacht, was es denn bedeuten würde eine so große Grünfläche vor dem Hauptbahnhof anzusiedeln. Selber nutzen würde der Großteil diese  nicht, allerdings wäre den meisten Befragten ein Skateplatz für „die Anderen“ sehr lieb. Über das Klientel der bestehenden Grünfläche am Bahnhof wird sich hauptsächlich beschwert.

Das tatsächliche Wissen über die Bebauung war sehr gering, viele wussten nur, dass ein Hochhaus errichtet werden soll. Es entstand der Eindruck, dass sich ein Großteil der Bevölkerung um „ihre“ Freifläche beraubt und in Entscheidungsprozessen übergangen fühlte.