Hochschulseminar – Wer hat Angst vor dem Zufall?
Filmbeiträge zum Thema Stadtplanung und Architektur
Andreas Grizener, 14.02.2018



English Summary
The Film is about a big problem in modern cities, the cities are not alive. Jan Gehl shows with some examples of his works in big cities like for example New York or Melbourne how we can bring life back to City. Jan Gehl says that is important to give space back to the people and take this space from cars and another very important point is to  include the inhabitants in the decisions to shape the city.

Deutsche Zusammenfassung
In dem Film „The Human Scale“ wird anhand von mehrere Beispielen verdeutlicht, was in vielen großen Städten fehlt und auch in der Stadtplanung der 60er Jahre nicht beachtet wurde. Wohnen und arbeiten wurde komplett von einander getrennt und wurden kaum bis gar keine freien Räume für die Menschen geplant, der Focus der Stadtplaner lag bei den Autos. Jan Gehl und seine Kollegen zeigen anhand einiger Beispiele ihrer Arbeit in großen Städten wie z.B. New York oder Melbourne wie man mit wenig Aufwand die Städte wieder beleben kann. In New York verkleinerte man die Straßen und strich einige komplett um so einen Platz zu schaffen, der mitten in der Stadt liegt und diesen durch das entfernen der Straßen zu beleben. Dabei werden auch die Einwohner der Stadt befragt was sie haben möchten, denn das  Mitentscheiden steigert die Identifikation mit der Stadt sehr stark. In Melbourne wurden die vermeintlich hässlichsten Orte der Stadt zu einem großen Anziehungspunkt für Menschen. Die Gassen zwischen den Geschäften und Restaurants boten eine angenehme Atmosphäre für Menschen, wurden aber bis dahin nicht wirklich beachtet. Nach der Umgestaltung der Gassen wurde die Stadt viel belebter und Menschen hielten sich gerne in den Gassen auf, da sie eine sehr angenehme Breite haben in dem sich wohl fühlt und sie natürlich auch Schatten im warmen Melbourne spenden. Der Film zeigt viele interessante Wege und Methoden eine Stadt zu beleben und das man auch die Einwohner der Stadt mitentscheiden lassen soll, nicht alles von vornherein Planen kann und muss aber leider wird auf die zukünftigen Probleme der Städte nicht weiter eingegangen. Der Zuwachs der Städte steigt stetig und auf dieses Problem wird nicht weiter thematisiert.



English Summary
The Film is showing the „battle“ between Jane Jacobs and Robert Moses. Robert Moses is planing a a big part of New York and almost destroying big parts of the City and squares. Jane Jacbos stands against him and is protesting with the inhabitants against the plans of Moses. Her biggest success against Moses was the protest against his plans with the Express Highway through New York City, winch would destroy a big part of the history of New York.

Deutsche Zusammenfassung
Der Film „Citizen Jane: Battle for the City“ handelt größtenteils von der Stadtplanung des Stadtplaners Robert Moses in Amerika und Jane Jacobs, welche sich gegen seine Pläne in New York einsetzt. Robert Moses sieht die Problemviertel einer Stadt als eine Art Tumor, welche man Abreißen und neu bebauen muss, wodurch er es im Endeffekt nur noch schlimmer als vorher macht. Für Jane Jacobs besteht eine Stadt nicht nur aus den Gebäuden die in der Stadt stehen, sondern aus Menschen die in dieser Stadt wohnen und sich dort drin bewegen. Es sind nicht die Gebäude die eine Stadt beleben, sondern die Menschen die sich dort aufhalten und interagieren.

Robert Moses und Jane Jacobs treffen das erste Mal aufeinander, als Moses plante eine Straße durch den Washington Square zu planen. Diese Straße würde die Lebensqualität in und um den Washington Square stark beeinträchtigen, das wusste Jane Jacobs und setzte sich gegen diesen Plan ein. Jane Jacobs hat mit Hilfe von der Einwohner geschafft den Bau der Straße zu verhindern, das war die erste öffentliche Niederlage für Robert Moses und der erste Sieg für Jane Jacobs. Der größte „Kampf“ zwischen Moses und Jacobs war die Planung des Express Highway durch New York, wodurch eine sehr viele Menschen ihr Haus verloren hätten und viele alte und historische Gebäude abgerissen werden würden. Der erfolgreiche Protest gegen den Express way brachte eine Welle weltweiter Proteste ins rollen, die Einwohner der Städte begangen sich Weltweit gegen die Zerstörung der Städte zu widersetzen.

Der Film zeigt die sehr interessante Sichtweise von Jane Jacobs auf die Stadt, während beispielsweise Le Corbusier die Stadt von oben herab in einem Helikopter betrachtet und Plant, schaut Jane Jacobs auf die Menschen der Stadt. Sie beobachtet was sie machen, wo sie sich aufhalten und wie sich sich dort fühlen. Ein Wohngebäude muss nicht von der Straße getrennt sein, im Gegenteil wenn die Fassade der Gebäude auf die Straße gerichtet ist macht es die Straße sicher, denn Menschen beobachten gerne. Ihr Hauptanliegen war soziales Engagement, aber sie stellt sich auf die richtige Seite, als die Autobahnsysteme, die von Moses und seinen Anhängern gebaut wurden, ein Instrument der Zerstörung unserer Vergangenheit wurden.



English Summary
The Film is about a new area build in a old industrial area. It show the project from the beginning of the plans until the first problems a few weeks after building it. The new housing project is for high price housing within a social problem quarter. The new build „Phönix See“ is a artificial lake and the planers don‘t allow any coincidence at this place.

Deutsche Zusammenfassung
In dem Film „Göttliche Lage“ begleiten die Filmemacher das Projekt „Phönix See“ von der Planung über den Bau bis hin zu den ersten Problemen einige Wochen nach der Fertigstellung und zeigen uns aus mehreren Perspektiven wie die Einwohner, ein Polizist, einer Kiosk Besitzerin, die Makler und die Politiker den Bau dieses Projektes sehen.

Der „Phönix See“ ist ein neues Wohngebiet in einem ehemaligen Industriegebiet in Dortmund. Die Häuser in dem Neubaugebiet sind zum größten Teil sehr hochpreisig, sodass sich die alten Einwohner es sich nicht leisten können dort zu Wohnen. Durch den Bau des neuen Wohngebietes und durch das Anlegen des Sees entstehen auch einige Probleme. Die Kioskbesitzerin musste ihren kleinen Kiosk aufgeben, da sie diesen nicht mehr halten konnte ohne Schulden zu machen, weil ihre alten Kunden durch das wegziehen der Industrie ausblieben und sie mit neuen Kunden aus dem neuen Wohngebiet nicht rechnen konnte. Beim schauen des Filmes kriegt man das Gefühl, dass der See nur als eine Art Fassade dient, denn schwimmen darf man nicht, Angeln darf man nicht, sich am See aufhalten auch nur unter bestimmten Regeln und um den See herum darf man beispielsweise auch nicht grillen, Sehr schön auf der Aufnahme des Verbotsschildes zu sehen. Man überlässt bei dem See nichts dem Zufall, während sowohl die neuen als auch die alten Einwohner die sich dort eingenisteten Vögel gutheißen, strebt die Stadt an diese Vögel zu vertreiben und wenn es sein muss zu Jagen. Aber auch das zusammenleben der alten und der neuen Einwohner gestaltet sich als sehr schwierig dabei ist das Zitat eines interviewten Einwohners hervorzuheben „Es geht später nicht um das zusammenleben, es wird eine strikte Trennung geben bzw. eine Verdrängung, dass die die nicht ins Bild passen weg müssen“, die Planer bestreiten dies zwar aber auch anhand eines interviewten neuen Einwohners sieht man, dass diese die alten Einwohner nicht akzeptieren. Allgemein scheint es so als würde das neue Wohngebiet nicht dort hineinpassen, wenn man mit einem Bis hineinfährt, fährt man erst durch eine eher dreckige Siedlung mit eingeschlagenen Fenstern und vernachlässigten Fassaden und keine 50 Meter weiter fangen dann die neuen Villen an.

Bildquelle: https://www.archdaily.com/395166/trailer-the-human-scale
Bildquelle: https://aiahouston.org/v/event-detail/ArCH-Film-Fest-Citizen-Jane-Battle-for-the-City/16d/
Bildquelle: http://www.goettliche-lage.de/